Skibergsteigen am Fuße des Hochkönigs

Österreichs Elite im Tourensport zeigte ihre Stärke bei der Hochkönigstrophy 2010

In Mühlbach am Hochkönig fand dieses Wochenende ein Rennklassiker im Skitourensport statt: Bei

strahlendem Sonnenschein wurde am Fuße des mächtigen Salzburger Bergmassivs die

Hochkönigstrophy, ein Bewerb des Austria Skitour Cups, ausgetragen.

Die Hochkönigstrophy, veranstaltet von der Bergrettung Salzburg, erwies sich wieder einmal als ein

nationales Rennen der Sonderklasse und als ein Vorzeigebeispiel für die Wettkämpfe im

Skibergsteigen. Die Organisatoren wurden zusätzlich noch mit strahlendem Wetter und frisch

angezuckerten Bergspitzen belohnt, eine perfekte Umrahmung für das Rennen inmitten der Salzburger

Bergwelt. Besonders spektakulär erwies sich der Bewerb für die Zuschauer, denn nahezu der gesamte

Streckenverlauf konnte vom Start/Ziel Bereich aus eingesehen werden. Die zahlreich erschienenen

Besucher feuerten somit die knapp über 100 Athleten ständig lautstark an, welche pünktlich zum

Zeitpunkt, als die Sonne über den malerisch weiß verschneiten Gipfeln erschien, am Arthurhaus

starteten. Nach insgesamt 4 Aufstiegen und 4 Abfahrten, sowie einer kurzen Tragepassage und rund

1700 Höhenmetern erreichten die ersten Teilnehmer bereits nach einer Zeit von nur 1,5 Stunden das

Zielgelände.

Der Tiroler Nationalteamathlet Martin Bader erreichte als erster das Ziel, dicht gefolgt vom

Lokalmatador und Rennveranstalter der Hochkönigstrophy, dem Bischofshofener Markus Stock,

ebenfalls ein Mitglied der österreichischen Nationalmannschaft. Vor diesem Endergebnis spielten sich

aber dramatische Szenen ab. Bader startete bereits zu Beginn des Rennens stark weg, hinter ihm im

Schlepptau Stock, Hans Wieland (Salzburg) und Paul Innerhofer (Südtirol). Während der zweiten

Abfahrt im steilen Gelände am Fuße der Mandlwände konnte man vom Zuschauerbereich deutlich

erkennen, wie Wieland mit enormer Geschwindigkeit und hervorragender Fahrttechnik bergab Bader

die Führung abnahm. Dieser ließ ihn aber nicht ziehen, in der Wechselzone war er ihm schon wieder

bis auf ein paar Meter Rückstand auf den Fersen. Bei der dritten Abfahrt brach Wieland der Schuh, mit

einem großen Vorsprung auf die Verfolger trat Bader den letzten Streckenteil an und gewann mit

einem Vorsprung von fast zwei Minuten in einer Gesamtzeit von 1:29:07,40 das Rennen vor Stock und

Innerhofer. „Das war mit Sicherheit mein bestes Rennen in dieser Saison“, so der glückliche Sieger

Martin Bader. „Dabei hatte ich zu Beginn noch ein sehr müdes Gefühl, die ÖM vom letzten

Wochenende steckte noch tief in den Beinen. Umso mehr freut mich dieses Ergebnis.“ „Martin war

heute fast unschlagbar. Ich freue mich sehr für ihn über diesen Sieg“, so der Zweitplatzierte, Markus

Stock.

Bei den Damen spielten sich nicht minder spannende Szenen ab. Hier duellierten sich die Ramsauer

Nationalteamathletin Lydia Prugger und die Deutsche Barbara Gruber um den ersten Rang.

Schlussendlich entschied Gruber den Sieg für sich, dicht gefolgt von Prugger und der Tirolerin

Veronika Swidrak, ebenfalls ein Mitglied der österreichischen Nationalmannschaft.

Stark unterwegs war auch die Jugend im Nationalteam: Nur rund zwei Minuten, und das auf einer

Distanz von rund 850 Höhenmetern, lagen zwischen den Erstplatzierten. Hier entschied der Osttiroler

Martin Weißkopf das Rennen für sich, vor seinem Landsmann Martin Islitzer und dem Oberösterreicher

Daniel Rohringer.

Ein starker Auftritt der besten nationalen Athleten hier bei der Hochkönigstrophy. Spannend blicken

wir nun weiter auf die nächsten Fixpunkte im Terminkalender der Skibergsteiger, welche neben den

weiteren Austria Skitour Cup Rennen (Marmotta Trophy in Südtirol und das Finale mit dem Dachstein

Xtreme in Schladming/Ramsau) natürlich auch die Weltmeisterschaft ab 1. März 2010 in Andorra sein

wird.

Pressebericht Mag. Anna Spielbüchler,, Sport Consult KEG

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