Wir haben eine Weltmeisterin! 21-jährige Michaela Essl holt Goldmedaille für Österreich bei der WM der Skibergsteiger in Andorra

Nach der Bronzemedaille beim Aufstiegsrennen am Montag konnte Michaela Essl (Abtenau/Salzburg) heute beim Einzelbewerb im alpinen Gelände Ihre Stärken voll ausspielen und setzte sich in Ihrer Klasse Espoir durch – sie holte damit die erste Goldmedaille der Geschichte im Skibergsteigen für Österreich! Das Rennen stand unter denkbar ungünstigen Vorzeichen. Eine Schlechtwetterfront überquert gerade den Pyrenäenstaat, Neuschnee, Nebel und Wind waren die Begleiter beim Rennen. Die wegen der äußeren Bedingungen schon verkürzte Strecke war dennoch für viele zu hart. Die Österreicher spielten Ihre alpine Erfahrung aus und konnten gerade bei diesen erschwerten Umständen punkten. Allen voran die Salzburgerin Michaela Essl, die in einem fulminanten Lauf über 3 Aufstiege, 3 Abfahrten und einer Tragepassage Platzierung um Platzierung aufarbeiten konnte. Die letzte Abfahrt brachte schließlich den ersten Weltmeistertitel der Geschichte des Skibergsteigens für Österreich. Die überglückliche Michaela Essl zu Ihrem Erfolg: „Es ist mir heute von Anfang an perfekt gegangen, ich habe mich auf der schwierigen Strecke sehr wohlgefühlt. Den Titel für Österreich zu holen ist natürlich ein Traum, den ich mir zwar erhofft aber nicht erwartet habe. Umso mehr freue ich mich jetzt!“ Gesamt machte die Österreichische Mannschaft wiederholt ein gutes Bild. Die Mannschaftsleistung war sehr kompakt, im Vergleich mit den Profisportlern anderer Nationen sogar ausgesprochen gut. Skibergsteigen wird von den Westalpen- Nationen professionell betreiben und hat dort hohes Ansehen. In Österreich steht die Anerkennung der Sportart – anders als in 35 anderen Staaten der Welt – noch aus.

Österreichische Jugend schlug sich wacker bei der WM der Skibergsteiger in Andorra

Das heutige Jugendrennen bei der WM der Skibergsteiger bestritten 3 junge Tiroler als Österreichische Abordnung. Im alpinen Gelände von Grau Roix war eine Strecke von 1.400 Höhenmetern, 3 Anstiegen und 3 Abfahrten sowie 2 Targepassagen zu bewältigen. Trotz starkem Wind auf der Höhe war es ein Rennen bei perfekten Bedingungen, sogar der morgendliche Nebel wich vor dem Start noch strahlendem Sonnenschein. Martin Weißkopf (19 Jahre, Prägraten/Tirol), Martin Islitzer (18 Jahre, Prägraten/Tirol) und Philipp Brugger (18 Jahre, Sistrans/Tirol) waren anfangs geschlossen im Mittelfeld unterwegs. Nach der 2. Abfahrt fiel Brugger wegen Materialproblemen allerdings immer weiter zurück, während Weißkopf und Islitzer in den schwierigen Alpinpassagen Plätze gut machen konnten. Im extrem starken internationalen Umfeld konnten vor allem die beiden Osttiroler mit Platz 15 (Weißkopf) und Platz 17 (Islitzer) gute Platzierungen einfahren. Weißkopf zum Rennergebnis: „Es war genau unser Gelände. Und wenn man bedenkt, dass die anderen Nationen viel bessere Trainingsbedingungen haben, sind wir ausgesprochen zufrieden!“ Brugger ging das Rennen zwar zu Ende, konnte mit Platz 21 aber bei weitem nicht das persönlich angepeilte Ziel erreichen. Sieger und damit Weltmeister wurden im Rennen der Österreicher übrigens Robert Antoniolli (ITA) sowie Jeniffer Fiechter (SUI). Als nächster Programmpunkt steht morgen Freitag das Teamrennen am Programm, bei dem Österreich voraussichtlich mit einem Damen- und einem Herrenteam an den Start gehen wird.

Pressebericht Karl Posch, Sport Consult KEG

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