Weltcup Dolomiti di Brenta, erneut eine Medaille für Österreich durch Michaela Essl

Das vorletzte Weltcuprennen ging dieses Wochenende, gestern am 11.4.2010, sehr erfolgreich für das

Österreichische Nationalteam im Skibergsteigen von Statten. Insgesamt neun österreichische Athleten

starteten in Madonna di Campiglio (ITA) bei der Dolomiti di Brenta um gegenüber der internationalen

Konkurrenz ihre Stärke zu zeigen. Dadurch dass die Dolomiti di Brenta eines der letzten Rennen dieser

Saison darstellte, war die Dichte der weltbesten Athleten natürlich sehr groß, denn letztlich ging es

hier um den Gesamtweltcup Titel der Einzelwertung. Die österreichischen Nationalteamsportler waren

in der Elite mitten drin. Die Salzburgerin Michaela Essl erreichte erneut einen Medaillenrang, sie

beendete in ihrer Espoir Klasse das Rennen als Dritte, Alexander Fasser (Tirol) erreichte einen 16

Gesamtrang im stark besetzten Feld.

Ungeschlagen an der Spitze einmal mehr der Schweizer Florent Troillet, der mit einer Gesamtzeit von

1:50:14 die rund 1.900 Hm souverän vor William Bon Mardion (Frankreich) und Matteo Eydallin

(Italien) bewältigte. Aufgrund der enormen Leistungsdichte im Spitzenfeld ist der 16. Rang von

Alexander Fasser sehr erfreulich für die österreichische Nation.

Bei den Damen der allgemeinen Klasse ging der Sieg an Italien mit Roberta Pedranzini, vor Mareia

Miro (Spanien) und Laetizia Roux (Frankreich). Als dritte in ihrer Altersklasse und Gesamt 9. erreichte

Michaela Essl das Ziel. „Es war ein schönes, aber hartes Rennen“, so die junge Salzburgerin. Diese

Platzierung reichte aber trotzdem aus um in der Weltcup Gesamtendwertung den 2. Rang zu belegen.

Ein sehr erfreuliches Endergebnis für das Team um die österreichischen Skibergsteiger. Rund eine

Minute hinter Essl die nächste Dame, Veronika Swidrak (Tirol) auf Rang 10.

Gegen Ende der Saison entwickelten sich auch die österreichischen Nachwuchsathleten immer besser,

obwohl auf die führenden Nationen hier noch enormer Nachholbedarf besteht. Der Tiroler Philipp

Brugger beendete das Rennen mit einem 12. Gesamtrang, zeitlich nur knapp dahinter ex equo an 16.

Stelle Martin Islitzer (Tirol) und Rohringer Daniel (Oberösterreich) gefolgt von Martin Weißkopf (Tirol).

Auch erwähnenswert, weil wieder einmal international sehr stark unterwegs, der erst 17-jährige Anton

Palzer aus Deutschland, welcher ungeschlagen mit einem enormen Vorsprung vor seinen

Klassenkollegen das Ziel erreichte. Dem jungen Palzer scheint derzeit niemand nachzukommen.

Insgesamt rund 400 Starter nahmen die einem Weltcup würdige Strecke inmitten der Brentagruppe,

aufgeteilt auf drei Klassendistanzen, in Angriff. Trotz der bereits frühlingshaften Temperaturen im Tal

fand man in Madonna di Campiglio noch immer Unmengen an Schnee vor, was das Rennen sowohl für

Athleten als auch für Zuschauer zu einem besonderen Erlebnis machte. Für die Skibergsteiger steht

nun noch ein Wettkampf mit der Patrouille des Glacier in zwei Wochen am Programm, dem

Teamweltcup Finale, bei denen erneut eine Mannschaft aus Österreich entsendet werden wird.

Pressebericht Karl Posch, Sport Consult KEG

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