Das Rennen verlief eigentlich perfekt für den Ghost-Mountainbiker aus Bad Goisern, aber vom Defektteufel wird man ja bekanntlich nicht verschont.
Der Tag am 27. Juni 2010 begann mit einem Traumwetter und die Strecke war ihm aus dem Jahre 2007 und etlichen Trainingskilomertern bekannt. Kurz nach dem der Start erfolgt ist und Kreslin mit hohem Anfangstempo die Spitze des Hauptfeldes schnell erreichte, lief alles nach Plan. Leider endete dieser Plan 5 Stunden und 185 Kilometer später in Nussdorf am Attersee. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte er sich bei den Anstiegen Postalm, Pass Gschütt und Grossalm im Hauptfeld an der Spitze halten, jedoch merkte er schon in Altmünster dass mit der Schaltung irgendwas nicht stimmte, da diese ihren Dienst nicht ordnungsgemäss ausübte. Beim letzten Anstieg von Nussdorf am Attersee in Richtung Mondsee auf Platz 5 liegend dann die ernüchternde Gewissheit Kettenriss! Kreslin: „Ich habe meinen Augen nicht getraut als ich meine Kette nach 185 Kilometer „Kampf“ am Boden habe liegen sehen. Es wäre sicher noch einiges möglich gewesen im Zielsprint, aber im nachhinein sehe ich es nicht negativ, sondern habe die Bestätigung erhalten dass die Form diese Saison passt! Ich konzentriere mich jetzt auf mein Heimrennen in Bad Goisern, die Salzkammerguttrophy!“